So löte ich eine Kabelverbindung

Meine übliche Methode, um eine Kabelverbindung vorzuverzinnen, mechanisch zu fixieren, zu löten und mit Schrumpfschlauch zu schützen.

Dies ist die Methode, die ich normalerweise verwende, wenn ich zwei Kabel miteinander verlöte. Mein Ziel ist eine Verbindung, die sich einfach herstellen lässt, beim Löten mechanisch stabil bleibt und anschließend gut geschützt ist.

Ein vollständiges YouTube-Video des gesamten Ablaufs befindet sich am Ende des Artikels.

Vorverzinnen der Kabelenden

Bevor ich die eigentliche Verbindung herstelle, verzinne ich die Kabelenden in der Regel vor. So kann ich leichter erkennen, dass das Kupfer das Lötzinn annimmt, und das anschließende Löten geht meistens schneller.

Ich gebe etwas Lötzinn auf die Lötspitze, damit die Wärme gut auf den Leiter übertragen wird. Anschließend führe ich das Lötzinn von der gegenüberliegenden Seite des Kabels zu. Sobald der Leiter heiß genug ist, zieht das Lötzinn zwischen die Kupferdrähte.

Abisoliertes gelbes Kabelende mit sichtbaren Kupferdrähten vor dem Vorverzinnen
Das abisolierte Kabelende vor dem Vorverzinnen.
Lötkolben beim Erwärmen der Kupferdrähte in einem gelben Kabelende
Der Lötkolben erwärmt den Leiter. Etwas Lötzinn auf der Spitze verbessert die Wärmeübertragung.
Lötzinn, das von der gegenüberliegenden Seite an das erwärmte Kabelende geführt wird
Das Lötzinn wird von der gegenüberliegenden Seite zugeführt, während der Leiter warm gehalten wird.
Vorverzinntes Kabelende, bei dem das Lötzinn zwischen die Kupferdrähte gezogen ist
Das fertig vorverzinnte Kabelende.

Leichte mechanische Fixierung

Bevor ich die Kabelenden miteinander verlöte, stelle ich normalerweise eine leichte mechanische Fixierung her, indem ich die Leiter miteinander verdrille.

Dabei geht es nicht darum, eine große oder komplizierte Verbindung herzustellen, sondern die Kabelenden beim Löten in ihrer Position zu halten. Das ist besonders in engen Motorräumen hilfreich, wo ein Lötständer oder ein anderes Hilfsmittel nicht immer praktisch eingesetzt werden kann.

In manchen Situationen kann eine Parallelverbindung die bessere Alternative sein, zum Beispiel wenn nur sehr wenig Platz vorhanden ist, um die Kabel abzuisolieren und die Leiter hintereinander anzuordnen. Darauf werde ich in einem eigenen Artikel zurückkommen.

Vorverzinnte Leiter eines schwarzen und eines gelben Kabels, die zu einer leichten mechanischen Fixierung verdrillt sind
Die beiden vorverzinnten Leiter sind miteinander verdrillt, damit die Verbindung beim Löten in ihrer Position bleibt.

Löten der Verbindung

Sobald die Verbindung mechanisch stabil ist, beginne ich mit dem eigentlichen Löten.

Ich gebe erneut etwas Lötzinn auf die Lötspitze, um die Wärme gut in die Verbindung zu übertragen. Das Lötzinn führe ich von der gegenüberliegenden Seite zu.

Sobald das Kupfer heiß genug ist, zieht die Kapillarwirkung das Lötzinn zwischen die Leiter. Das Ziel ist, dass sich das Lötzinn in der Verbindung verteilt und nicht nur außen anlagert.

Lötkolben beim Erwärmen der mechanisch fixierten Kabelverbindung von unten
Die mechanisch fixierte Verbindung wird mit dem Lötkolben erwärmt.
Lötzinn, das von oben zugeführt wird, während die Kabelverbindung mit dem Lötkolben von unten erwärmt wird
Das Lötzinn wird von der dem Lötkolben gegenüberliegenden Seite zugeführt.
Flüssiges Lötzinn, das zwischen die Kupferdrähte der Kabelverbindung zieht
Sobald die Leiter heiß genug sind, zieht das Lötzinn in die Verbindung.
Warm gehaltene Kabelverbindung, während sich das Lötzinn zwischen den Leitern verteilt
Die Verbindung wird lange genug warm gehalten, damit sich das Lötzinn zwischen den Leitern verteilt.
Fertig gelötete Verbindung zwischen einem schwarzen und einem gelben Kabel
Die fertig gelötete Kabelverbindung nach dem Abkühlen.

Nacharbeit

Nach dem Löten prüfe ich durch Abtasten, ob scharfe Drahtenden oder Unebenheiten vorhanden sind.

Wenn ein Kupferdraht hervorsteht, schneide ich ihn vorsichtig ab. Dadurch wird die Oberfläche gleichmäßiger und das Risiko verringert, dass eine scharfe Kante später den Schrumpfschlauch beschädigt.

Finger beim Prüfen der gelöteten Kabelverbindung auf scharfe Drahtenden
Ich prüfe die Verbindung auf scharfe Drahtenden und Unebenheiten.
Seitenschneider beim Abschneiden eines scharfen Kupferdrahts von der gelöteten Kabelverbindung
Ein hervorstehender Kupferdraht wird vorsichtig abgeschnitten.

Schrumpfschlauch

Zum Schluss schiebe ich den Schrumpfschlauch über die Verbindung und schrumpfe ihn mit einem Heißluftgebläse.

Ich bevorzuge Heißluft gegenüber einem Feuerzeug oder einer offenen Flamme. So kann ich die Erwärmung besser kontrollieren und den Schlauch gleichmäßig schrumpfen, ohne das Kabel oder den Schrumpfschlauch zu überhitzen.

Schwarzer Schrumpfschlauch, der über die abgekühlte Kabelverbindung geschoben wird
Der Schrumpfschlauch wird mittig über der abgekühlten Verbindung positioniert.
Heißluftgebläse beim gleichmäßigen Schrumpfen eines schwarzen Schrumpfschlauchs um die Kabelverbindung
Der Schrumpfschlauch wird mit dem Heißluftgebläse gleichmäßig erwärmt.
Fertige Kabelverbindung, geschützt durch gleichmäßig geschrumpften schwarzen Schrumpfschlauch
Die fertige Kabelverbindung mit angebrachtem Schrumpfschlauch.

Ergebnis

Die fertige Verbindung sollte mechanisch sauber, gut verlötet und unter dem Schrumpfschlauch frei von scharfen Kanten sein.

Diese Methode verwende ich normalerweise bei kleineren Kabelreparaturen, für die Löten eine geeignete Lösung ist.

Video

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